Prix d'honneur

Michael-Sennhauser

Der «Prix d'honneur» ist ein Zeichen der Wertschätzung für die vielfach im Verborgenen und ohne viel Aufsehen erbrachten Leistungen von Filmeschaffenden. Der Preis ist mit CHF 10’000 dotiert und wird von der BK Atlantis Stiftung mit Sitz in Lüterswil getragen. Die BK Atlantis Stiftung bezweckt die Förderung von sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Projekten. Dies insbesondere in den Bereichen Kultur, Gesundheitswesen, Bildung sowie Breitensport. Sie ist in der ganzen Schweiz tätig, in der Regel aber in der Region Bucheggberg des Kantons Solothurn und den angrenzenden Solothurner und Berner Regionen. Die Solothurner Filmtage bedanken sich bei der Stiftung für diese wertvolle Unterstützung.

61. Solothurner Filmtage: «Prix d’honneur» für den Filmjournalisten Michael Sennhauser

Die Solothurner Filmtage ehren den Filmjournalisten Michael Sennhauser mit dem «Prix d’honneur» ihrer 61. Ausgabe. In seiner über 30-jährigen Laufbahn als Filmkritiker hat Sennhauser unzählige Filme besprochen und die kulturelle Bedeutung der Filmkritik gestärkt. Der Preis wird am Donnerstag, 22. Januar 2026, im Landhaus Solothurn verliehen.

Mit dieser Auszeichnung würdigen die Solothurner Filmtage eine Persönlichkeit, die den Film und insbesondere den Schweizer Film über mehr als drei Jahrzehnte hinweg journalistisch begleitet, kritisch reflektiert und in einen grösseren kulturellen Zusammenhang gestellt hat. Michael Sennhauser hat mit seinem Wissen, seiner analytischen Schärfe und seiner Leidenschaft für das Kino ein breites Publikum für den Schweizer Film begeistert.

Während seiner 26 Jahre als Fachredaktor Film bei SRF 2 Kultur prägte Sennhauser die nationale Filmberichterstattung entscheidend mit. Sein Ansatz war stets geprägt von Tiefe, Kontext und kritischem Dialog. Er verstand den Kulturjournalismus als eine wohlwollende, verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit dem filmischen Schaffen, getragen von Respekt, Einordnung und dem Interesse, Filme verständlich und zugänglich zu machen. Für seine Arbeit wurde er mit dem Prix Pathé (2010) und dem Greulich Kulturpreis (2016) ausgezeichnet.

Neben seiner Tätigkeit bei SRF war Michael Sennhauser zeitweilig Präsident des Schweizer Filmjournalistenverbands, Mitverantwortlicher der Semaine de la critique am Filmfestival Locarno sowie unter anderem Redaktor bei der Sonntagszeitung, freier Mitarbeiter der NZZ und der Basellandschaftlichen Zeitung. Auch nach seiner selbstgewählten Frühpensionierung 2024 ist Sennhauser aktiv: Er betreibt den vielgelesenen «Sennhausers Filmblog» und ist Mitglied der Fachkommission Fiction der Zürcher Filmstiftung.

Mit dem «Prix d’honneur» 2026 möchten die Solothurner Filmtage nicht nur seine beruflichen Leistungen hervorheben, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung eines starken, unabhängigen Kulturjournalismus setzen. In einer Zeit, in der Medienstrukturen zunehmend unter Druck stehen, wird die kritische Einordnung von Filmen immer wichtiger: Sie fördert die Auseinandersetzung mit anderen Lebensrealitäten und stärkt so den gesellschaftlichen Dialog sowie den Zusammenhalt.

Täglicher Podcast während der Solothurner Filmtage 2026
Die Solothurner Filmtage honorieren die Filmkritik und öffnen gleichzeitig ein Fenster für Dialog und Förderung des Kulturjournalismus. Mit einem täglichen Podcast während der 61. Solothurner Filmtage (21.–28. Januar 2026) schaffen sie einen Denkraum für Filmkritik und Austausch.

Michael Sennhauser führt gemeinsam mit jungen, unabhängigen Journalist:innen Gespräche über das Kino, Kulturjournalismus und aktuelle Filme. Der Podcast wird in Kooperation mit Radio Bern RaBe ausgestrahlt und versteht sich als Beitrag zur Förderung unabhängiger Stimmen und zur Sichtbarkeit des Schweizer Films.

Feierliche Preisverleihung
Der «Prix d’honneur» wird Michael Sennhauser am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 16:30 Uhr im Landhaus Solothurn überreicht. Die Laudatio wird von Seraina Rohrer gehalten. Im Anschluss wird «La cache» von Lionel Baier gezeigt, ein Film aus dem aktuellen Programm, den Michael Sennhauser ausgewählt hat.

Bisherige Preisträger:innen

  • 60. Solothurner Filmtage 2025: Corinna Glaus, Casting-Direktorin
  • 59. Solothurner Filmtage 2024: Anna van Brée, Kostümbildnerin
  • 58. Solothurner Filmtage 2023: André Pinkus, Chefbeleuchter
  • 57. Solothurner Filmtage 2022: David Landolf, Direktor Kinemathek Lichtspiel, Bern
  • Judith Hofstetter, stellvertretende Leiterin Kinemathek Lichtspiel, Bern
  • 56. Solothurner Filmtage 2021: Frank Braun, Programmleiter der Zürcher Kinos Riffraff und Houdini und des Kinos Bourbaki in Luzern
  • 55. Solothurner Filmtage 2020: Bea Cuttat, Filmverleiherin
  • 54. Solothurner Filmtage 2019: Giorgia De Coppi, Regieassistentin
  • 53. Solothurner Filmtage 2018: Susanne Jauch, Szenenbildnerin
  • 52. Solothurner Filmtage 2017: Tiziana Soudani, Produzentin
  • 51. Solothurner Filmtage 2016: Antoine Jaccoud, Drehbuchautor
  • 50. Solothurner Filmtage 2015: Francine Pickel und Vincent Adatte, «Zauberlaterne» 
  • 49. Solothurner Filmtage 2014: Martine Felber, Chef-Maskenbildnerin
  • 48. Solothurner Filmtage 2013: Beki Probst, Berner Kinobetreiberin und Leiterin des «European Film Markets» der «Berlinale»
  • 47. Solothurner Filmtage 2012: Christian Schocher, Regisseur und Kinobetreiber
  • 46. Solothurner Filmtage 2011: Françoise Deriaz, Journalistin und langjährige Chefredakteurin des «Ciné-Bulletin»
  • 45. Solothurner Filmtage 2010: Carlo Varini, Kameramann
  • 44. Solothurner Filmtage 2009: Ilona Stamm, Verleiherin
  • 43. Solothurner Filmtage 2008: Matthias Kälin, Kameramann
  • 42. Solothurner Filmtage 2007: David Streiff, ehemaliger Direktor des Bundesamtes für Kultur
  • 41. Solothurner Filmtage 2006: Renato Berta, Kameramann
  • 40. Solothurner Filmtage 2005: Freddy Buache, Filmjournalist und ehemaliger Leiter der «cinémathèque suisse»
  • 39. Solothurner Filmtage 2004: Hugues Ryffel, Kameramann
  • 38. Solothurner Filmtage 2003: Erich Langjahr, Filmemacher

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