24.1. –– 31.1.2019
Solothurner Filmtage
Weitere Preise & Veranstaltungen
Prix d'honneur

Der seit 2003 verliehene «Prix d’honneur» (vormals «Preis der Gemeinden im Wasseramt») im Wert von CHF 10’000.– ehrt eine Schweizer Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um die Schweizer Filmkultur verdient gemacht hat. Der Preis wird gestiftet von den Gemeinden im Wasseramt.

Die Regieassistentin Giorgia De Coppi wird mit dem «Prix d’honneur» der 54. Solothurner Filmtage geehrt. Sie nimmt den Preis am Montag, 28. Januar 2018 im Kino Landhaus entgegen. 

Giorgia De Coppi, Regieassistentin

Giorgia De Coppi wird 1963 als Tochter italienischer Emigranten geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie im aargauischen Baden, einer Kleinstadt mit regem Kulturleben. Giorgia De Coppi interessiert sich denn auch schon früh für die Kultur und insbesondere für den Film. Jeden Sonntagnachmittag hat sie ein Rendez-vous im Kino Royal: Der dortige Filmkreis bringt eine Gruppe unterschiedlichster Menschen zusammen, verbunden durch ihre Leidenschaft für gute Filme und den Spass an anregenden Debatten. Das spannende Alternativ-Programm mit selten vorgeführten Autorenfilmen und Klassikern der Filmgeschichte wirkt auf Giorgia De Coppi wie eine Verheissung. Kaum volljährig wird sie Mitglied des Filmzirkels und engagiert sich fortan in der Programmation. Es folgen einige Semester Kunstgeschichte und Romanistik an der Universität Zürich und erste Erfahrungen als Regieassistentin bei Theater- und Filmproduktionen. Mitte der 1980er Jahre stösst De Coppi zum Xenix-Kollektiv und arbeitet auch hier in der Programmation. Der Wunsch, Regieassistentin zu werden, zeichnet sich jedoch immer stärker ab.

Es folgen einige Jahre der Arbeit als Setaufnahmeleiterin (u.a. bei «Die Direktorin» von Wolfgang Panzer) und der Wechsel in die erste Aufnahmeleitung. Wertvolle Erfahrungen sammelt Giorgia De Coppi bei den Dreharbeiten zu Francesco Rosis «La tregua» in der Ukraine (1995) und auf dem Set von Fredi M. Murers «Vollmond» (1996/97).

Diese Lehr- und Wanderjahre in der Produktion bereiten Giorgia De Coppi bestens auf den Beruf vor, zu dem sie sich bis heute berufen fühlt: Als Regieassistentin jongliert sie geschickt mit künstlerischen Ansprüchen, Budgets und Zeitplänen. Die enge Zusammenarbeit mit der Regie, die Phasen des Castings und die Arbeit mit den Schauspielerinnen und Schauspieler üben eine besonderer Faszination auf sie aus.

Seit Ende der 1990er Jahre arbeitet Giorgia De Coppi als gefragte deutsch-, italienisch-, französisch- und englischsprachige Regieassistentin für Kino- und Fernsehfilme in allen drei Landesteilen der Schweiz und in Italien. Sie verantwortet unter anderem die erste Regieassistenz für Kinofilme von Stefan Haupt («Utopia Blues») oder Christoph Schaub («Giulias Verschwinden») wie auch für die RTS-Serie «A livre ouvert» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond oder die RSI-Produktion «Cercando Camille» von Bindu de Stoppani. Im Programm der 54. Solothurner Filmtage 2019 finden sich gleich zwei Spielfilme, bei denen sie die erste Regieassistenz inne hat: Simon Jaquemets «Der Unschuldige» sowie «Cronofobia» von Francesco Rizzi. Auch auf internationalen Filmsets ist sie präsent – unter andrem als zweite Regieassistentin von Paolo Sorrentino im Film «Youth». Daneben ergibt sich immer wieder die Mitarbeit an Dokumentarfilmprojekten in der Schweiz und in Italien, unter anderem auch für Markus Imhoofs Dokumentarfilm «Eldorado», der ebenfalls im Programm der 54. Solothurner Filmtage präsentiert wird.

Giorgia De Coppi lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Rom.

Preise Upcoming

 

Die Solothurner Filmtage widmen dem Nachwuchs ein eigenes Gefäss: «Upcoming» gibt dem jungen Schweizer Filmschaffen einen eigenen Platz, stellt neue Talente ins Rampenlicht und fühlt aktuellen Tendenzen auf den Zahn. «Upcoming» besteht aus drei Programmen: «Upcoming Talents», «Best Swiss Video Clip» und «Upcoming Lab».

Die Sektion «Upcoming» wird unterstützt vom Migros­-Kulturprozent und von der Ursula Wirz­Stiftung. 

Talents

Das Programm «Upcoming Talents» rückt Schweizer Nachwuchstalente ins Rampenlicht. Die Kurzfilme stammen von Studierenden in- und ausländischer Fachhochschulen. Einige Beiträge wurden von Schweizer Produzenten mitbetreut. Eine dreiköpfige Jury vergibt den Nachwuchspreis SUISSIMAGE / SSA im Wert von CHF 15’000.-.

 

Talents I

Fr 25.1. 09:30 Kino Capitol | So 27.1. 15:00 Kino Canva
La Maturité Antoine Flahaut | CH | fic 17'
Kleingolf Marvin Meckes | CH | doc 23'
Elise Valentine Moser | CH | ani 5'
Fürchtet euch nicht Kezia Zurbrügg, Philipp Ritler | CH | doc 14'
Eva Xheni Alushi | CH | fic 15'
 

Talents II

Fr 25.1. 12:15 Kino Capitol | So 27.1. 17:45 Kino Canva
Rendez-vous vendredi Colombe Rubini | CH | fic 13'
Ici les chemins des ânes Lou Rambert Preiss | CH | fic 22'
Caligo Julia Kost, Naomi Erlich | CH | ani 4'
Hamama und Caluna Andreas Muggli | CH/IT | doc 23'
Bon appetit Alan Sahin | CH | fic 15'


Talents III

Fr 25.1. 14:45 Kino Capitol | So 27.1. 11:45 Kino Canva
La source Yatoni Roy Cantu | CH | fic 17'
Fait divers Léon Yersin | CH | fic 18'
Mi amado las montañas Alberto Martín Menacho | CH/ES | fic 24'
Bonobo Zoel Aeschbacher | CH | fic 18'


Talents IV

Fr 25.1. 17:30 Kino Capitol | So 27.1. 20:30 Kino Canva
Le prix du ticket Mariama Balde | CH | fic 17'
Alles Easy Luisa Ricar | CH | fic 19'
Talking Soil Jan Baumgartner | CH | doc 28'
Hors piste Jules Fourchet | CH | fic 14'

Best Swiss Video Clip

Musikclips sind aus der heutigen Alltagskultur nicht mehr wegzudenken. Sie sind neben Konzerten das wichtigste Kommunikationsmittel für Bands. Die Solothurner Filmtage präsentieren Highlights des aktuellen Musikvideoschaffens auf der grossen Leinwand und nominieren fünf Clips für den «Best Swiss Video Clip».

An der «Upcoming Award Night» werden die mit je CHF 2000.– dotierten fünf Nominationen für den «Best Swiss Video Clip» bekannt gegeben. Die nominierten Clips gehen dann ins Rennen um den Jurypreis, der am 16. März 2019 am Festival m4music verliehen wird.

 

Programm «Best Swiss Video Clip»
Sa 26.1. 17:15 Kino Canva Club | Mi 30.1. 17:00 Kino Canva Blue

Intro (Zeal and Ardor) Samuel Morris | CH | 2'
Le grand cormoran (Meimuna) Olivier Lovey | CH | 4'
Pttflr (Fabe Gryphin) Mei Fa Tan | CH | 5'
Muted (Suicide Salmon) Nicolas Büttiker | CH | 3'
Catalan Heat (Puts Marie) Simon Krebs | CH/ES | 3'
Gloves (Tompaul) Mathias Kappeler | CH | 3'
Joggeli (Trampeltier of Love) Manuel Schüpfer | CH | 4'
I'm not (Pablo Nouvelle) Andrea Schneider | CH | 4'
L'altro mondo (Autisti) Noé Cauderay | CH | 5'
Mind Invaders (Too Mad)  | CH | 4'
Backstage und WC (Tinguely dä Chnächt) Tobias Nölle | CH | 4'
Soft as Ice (All XS) Sebastian Vargas | CH | 5'
Trouble (Moes Anthill String Quartet) Riccardo Bernasconi, Francesca Reverdito | CH | 5'
Ice Cream Dream (Ay Wing) Alexandra Landtwing, Emily Casey | CH/DE | 3'
Gravedigger's Chant (Zeal and Ardor) Samuel Morris | CH | 3'
Down (Grégoire Poget) Gregoire Poget | CH | 4'


Das Programm ist eine Zusammenarbeit mit dem m4music, dem Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent, und der FONDATION SUISA.

Upcoming Lab

Das «Upcoming Lab» unterstützt Nachwuchsfilmschaffende bei ihrem Einstieg ins Berufsleben und vernetzt sie gezielt mit nationalen und internationalen Branchenvertreterinnen und -vertretern aus den Bereichen Produktion, Distribution, Filmkritik und Festivalprogrammation. Ausgewählte Filmschulabsolventinnen und -absolventen diskutieren ihre Filmidee mit den Expertinnen und Experten in einem geschlossenen Rahmen und schaffen ein Netzwerk.

Acht Projekte werden für die Teilnahme am «Upcoming Lab» am 26. Januar 2019 selektioniert. Zwei der ausgewählten Projekte werden an der «Upcoming Award Night» mit einem Entwicklungsbeitrag von je CHF 5‘000.- ausgezeichnet, gestiftet von SUISSIMAGE und SSA.

Nacht der Nominationen
Bekanntgabe der Nominationen für den Schweizer Filmpreis

Der Schweizer Filmpreis wird jährlich ausgerichtet und ist der höchst dotierte Preis im Schweizer Film. Er zeichnet die Erfolge des Schweizer Films in folgenden Kategorien aus:
 

  • Bester Spielfilm
  • Bester Dokumentarfilm
  • Bester Kurzfilm
  • Bester Animationsfilm
  • Bestes Drehbuch
  • Beste Darstellerin
  • Bester Darsteller
  • Beste Darstellung in einer Nebenrolle
  • Beste Filmmusik
  • Beste Kamera
  • Beste Montage
  • Bester Abschlussfilm
Schweizer Filmpreis

Die Nominationen werden vom Bundesamt für Kultur und der Schweizer Filmakademie an der «Nacht der Nominationen» in Solothurn bekannt gegeben. Alle nominierbaren Filme sind im Programm der Solothurner Filmtage. Die 2008 gegründete Schweizer Filmakademie bestimmt in einer geheimen Wahl ihre Preisanwärter. Nominiert werden Personen und Filme in elf Kategorien. 

Mehr zum Schweizer Filmpreis

Mehr zur Schweizer Filmakademie

Schweizer Fernsehfilmpreis

Der Schweizer Fernsehfilmpreis ehrt Schweizer Schauspielerinnen und Schauspieler für die beste Hauptrolle oder die beste Nebenrolle in einer Schweizer Fernsehproduktion. Vier Kategorien sind mit je CHF 10’000.- dotiert.

Der Preis wird von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von SWISSPERFORM und der Solothurner Filmtage vergeben. Er ist gestiftet von SWISSPERFORM.

Der Schweizer Fernsehfilmpreis besteht seit 2001. Seit 2011 wird er im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen.

Die feierliche Preisverleihung mit Laudatio findet am Sonntag, 27. Januar 2019 um 17:15 Uhr in der Reithalle statt. Durch die Preisverleihung führt die Schauspielerin Charlotte Heinimann.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019

Anna Pieri
Weibliche Hauptrolle in «Double vie»

Anna Pieri wird in Bern geboren und wächst in einer multikulturellen Familie auf. Sie widmet sich als Pianistin zu Beginn ihrer Karriere der Musik, um dann Schauspielerin zu werden. Heute ist sie fürs Kino, Fernsehen und Theater tätig. Anna Pieri spielt auf Französisch, aber auch auf Deutsch und Italienisch. Auf der Leinwand war sie bisher in Filmen von Alain Tanner, Pierre-Adrian Irlé, Elena Hazanov, Ted Tremper, Romain Graf, Nicole Borgeat oder Daniel von Aarburg zu sehen.

Thibaut Evrard
Männliche Hauptrolle in «Double Vie»

Thibaut Evrard studiert am Conservatoire national supérieur d’art dramatique in Paris und an der Manufacture in Lausanne (Haute École des Arts de la scène de Suisse Romande). Er spielte bisher in Filmen von Maïwenn, Wim Wenders, Delphine Lehericey und in den Fernsehserien «Borgia», «Le Tunnel» oder «Trepalium». Am Theater arbeitet er mit Karim Bel Kacem, Cosme Castro und Jeanne Frenkel, Vincent Macaigne, Krystian Lupa und dem Komiker Vérino zusammen.

Beat Marti
Männliche Nebenrolle in «Amur senza fin»

Der Bündner Beat Marti absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Theater in Zürich. 1995 erhielt er den Kulturförderpreis des Kantons Graubünden. Nebst Engagements an renommierten Theatern, etablierte sich Marti in Deutschland und in der Schweiz durch mehrere Film- und Fernsehproduktionen. 2008 wurde Beat Marti für seine Rolle in «I was a Swiss Banker» für den Schweizer Filmpreis – Kategorie «Bester Darsteller» – nominiert. Beat Marti lebt seit 1998 in Berlin.

Annina Euling
Preis der Jury für «Weglaufen geht nicht»

Annina Euling gab mit fünf Jahren ihr Bühnendebüt am Theater Freiburg. 2004 spielte sie mit 13 ihre erste Fernsehrolle in der SRF-Produktion «Schönes Wochenende». Es folgten unter anderem 2008 die Kinofilme «Happy New Year» von Christoph Schaub, 2014 «Über-Ich und Du» von Benjamin Heisenberg und 2017 «Der Läufer» von Hannes Baumgartner, in dem sie die weibliche Hauptrolle übernahm. Des Weiteren wirkte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, darunter «Tatort», «Mord am Höllengrund», «Familie Undercover», «Der Bestatter» und «Die Herzensbrecher». 2018 übernahm sie die Hauptrolle in «Weglaufen geht nicht», einer Koproduktion von SRF und C-Films von Markus Welter.

Trickfilm-Wettbewerb

Der Trickfilm-Wettbewerb wird von der Schweizer Trickfilmgruppe (GSFA) kuratiert. SUISSIMAGE und SSA stiften drei Publikumspreise im Gesamtwert von CHF 10’000.– für die besten Animationsfilme. Die Preisverleihung findet im Rahmen der «Upcoming Award Night» statt.

Bisherige Preisträger

Filmprogramm

Sa 26.1. 15:15 Reithalle | Mo 28.1. 12:15 Kino Canva

Kuap Nils Hedinger | CH | ani 7'

Dort änen am Berglein Ines De Pellegrini | CH | ani 5'

Selfies Claudius Gentinetta | CH | ani 4'

Elise Valentine Moser | CH | ani 5'

Uno strano processo Marcel Barelli | CH | ani 10'

Coyote Lorenz Wunderle | CH | ani 10'

Concrete Pirmin Bieri, Nicolas Roth, Luca Struchen, Aira Joana | CH | ani 7’

Dimanche Fanny Dreyer, Gaël Kyriakidis | CH | ani 10'

Honour Frederic Siegel | CH | ani 5'

Crossing Over Lotti Bauer | CH | ani 4'


Das Programm ist für Kinder nicht geeignet. 

Prix Pathé

Der «Prix Pathé – Preis der Filmpublizistik» wird 2019 nicht ausgeschrieben. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an presse@solothurnerfilmtage.ch