24.1. –– 31.1.2019
Solothurner Filmtage
Weitere Preise & Veranstaltungen
Prix d'honneur

Der seit 2003 verliehene «Prix d’honneur» (vormals «Preis der Gemeinden im Wasseramt») im Wert von CHF 10’000.– ehrt eine Schweizer Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um die Schweizer Filmkultur verdient gemacht hat. Der Preis wird gestiftet von den Gemeinden im Wasseramt.

Die Szenenbildnerin Susanne Jauch wird mit dem «Prix d’honneur» der 53. Solothurner Filmtage geehrt. Sie nimmt den Preis am Montag, 29. Januar 2018 im Kino Landhaus entgegen. 

Susanne Jauch, Szenenbildnerin

Susanne Jauch ist in Zürich geboren und aufgewachsen. Sie absolviert die Ausbildung zur Fotografin/Fotolaborantin und arbeitet dann in der Werbefotografie. Bevor sie beim Spielfilm Fuss fasst, ist sie u.a. als Ausstatterin für Spot-Produktionen tätig. Ein Schweizer Tatort (Regie: Bernhard Giger) ist ihre erste Arbeit als verantwortliche Szenenbildnerin. 1993 folgt der Spielfilm «Wachtmeister Zumbühl» von Urs Odermatt, dessen Handlung in den Sechzigerjahren spielt. Danach arbeitet sie u.a. für Daniel Helfer, Christof Vorster, Markus Imboden und gestaltet die Szenenbilder für deren Spielfilmprojekte. Für Markus Imhoofs «Flammen im Paradies» entwirft und gestaltet sie in Indien die historischen Dekors. Es folgen Filme mit Gita Gsell, Marie-Louise Bless, Judith Kennel, Bernhard Giger, Barbara Kulcsar. Für drei Spielfilme von Fredi M. Murer zeichnet sie verantwortlich: «Vollmond», «Vitus» und «Liebe und Zufall». Auch für Christoph Schaub arbeitet Susanne Jauch immer wieder: «Happy New Year», «Giulias Verschwinden» und «Nachtlärm». Für Stefan Haupts «How About Love» kann sie in Thailand ein burmesisches Flüchtlingscamp aufbauen und einrichten. Aber auch TV Serien wie «Die Schweizer» von Dominique Othenin-Girard oder «Seitentriebe» von Güzin Kar und Markus Welter gehören zu ihren Werken. Die erste Zusammenarbeit mit Rolf Lyssy, «Die letzte Pointe», ist ihr dreissigster Spielfilm als Szenenbildnerin.

Bei all ihren Arbeiten gilt: «Das Szenenbild soll dazu beitragen, die Figuren des Films zu charakterisieren, damit sie dem Zuschauer erspürbar werden, ihm so die Verständlichkeit der Erzählung erleichtern. Wichtig dabei ist, dass das Szenenbild nicht bewusst wahrgenommen wird.»

Prix Pathé

Der «Prix Pathé – Preis der Filmpublizistik» wird 2019 nicht ausgeschrieben. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an presse@solothurnerfilmtage.ch

Nacht der Nominationen
Bekanntgabe der Nominationen für den Schweizer Filmpreis

Der Schweizer Filmpreis wird jährlich ausgerichtet und ist der höchst dotierte Preis im Schweizer Film. Er zeichnet die Erfolge des Schweizer Films in folgenden Kategorien aus:
 

  • Bester Spielfilm
  • Bester Dokumentarfilm
  • Bester Kurzfilm
  • Bester Animationsfilm
  • Bestes Drehbuch
  • Beste Darstellerin
  • Bester Darsteller
  • Beste Darstellung in einer Nebenrolle
  • Beste Filmmusik
  • Beste Kamera
  • Beste Montage
  • Bester Abschlussfilm
Schweizer Filmpreis

Die Nominationen werden vom Bundesamt für Kultur und der Schweizer Filmakademie an der «Nacht der Nominationen» in Solothurn bekannt gegeben. Alle nominierbaren Filme sind im Programm der Solothurner Filmtage. Die 2008 gegründete Schweizer Filmakademie bestimmt in einer geheimen Wahl ihre Preisanwärter. Nominiert werden Personen und Filme in elf Kategorien. 

Mehr zum Schweizer Filmpreis

Mehr zur Schweizer Filmakademie

Schweizer Fernsehfilmpreis

Der Schweizer Fernsehfilmpreis ehrt Schweizer Schauspielerinnen und Schauspieler für die beste Hauptrolle oder die beste Nebenrolle in einer Schweizer Fernsehproduktion. Vier Kategorien sind mit je CHF 10’000.- dotiert.

Der Preis wird von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von SWISSPERFORM und der Solothurner Filmtage vergeben. Er ist gestiftet von SWISSPERFORM.

Der Schweizer Fernsehfilmpreis besteht seit 2001. Seit 2011 wird er im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen.

Die feierliche Preisverleihung mit Laudatio findet am Sonntag, 28. Januar 2018 um 17:15 Uhr in der Reithalle statt. Durch die Preisverleihung führt die Schauspielerin Charlotte Heinimann.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2018

Stephanie Japp
Weibliche Hauptrolle in «Private Banking»

1972 in Zürich geboren, studierte an der Hochschule der Künste in Bern. 1995 wurde sie Mitglied des Ensembles im Theater Dortmund und gewann dort 1998 den Theaterpreis Dortmund als beste Nachwuchsschauspielerin. Seit 2000 ist sie eine feste Grösse in der deutschsprachigen Film- und Fernsehlandschaft. Sie war unter anderem in «Der Kriminalist», «Nils Holgerssons wunderbare Reise», «Meine Name ist Eugen» und «Hirngespinster» zu sehen. Ihr letzter Auftritt als Psychologin in «Tatort – Zwei Leben» wurde hoch gelobt. 2008 gewann sie den Prix SWISSPERFORM als beste Hauptdarstellerin im Fernsehfilm «Jimmie» und 2016 den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAfF) für ihre Rolle der Rieke Dreher in dem Fernsehfilm «Das Programm».

Marcus Signer
Männliche Hauptrolle in «Wilder»

1964 in Bern geboren, wo er 1982 eine Ausbildung an der Theaterwerkstatt als Schauspieler und Animator begann und bis 1992 deren Mitglied war. Nachdem er ein Stipendium in New York abgeschlossen hatte, arbeitete Signer unter anderem als freier Schauspieler am Stadttheater Bern, dem Theater Club 111 und dem In Situ in Chur. Er übernahm nebst Theaterrollen ebenfalls Aufträge in Film- und Fernsehproduktionen, Werbespots oder Hörspielen. 2012 gewann Signer für seine Rolle als Mischa in «Mary & Johnny» den Berner Filmpreis und 2014 den Schweizer Filmpreis als bester Darsteller für die Titelrolle von «Der Goalie bin ig». In der 2017 produzierten sechsteiligen TV-Serie «Wilder» spielt Signer den Ermittler Manfred Kägi.

Anna Schinz
Weibliche Nebenrolle in «Private Banking»

Geboren 1987. Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Parallel Auftritte am Schauspielhaus Zürich, Theater am Neumarkt und dem Theater der Künste sowie in zwei Spielfilmen und sechs Schweizer Tatort-Folgen. Weiter spielte sie u.a. in «Heidi» (Kino), «Gotthard» (Fernsehfilm) und «Wilder» (TV-Serie). Anna Schinz hat bereits einige Auszeichnungen und Förderungen erhalten, so den Studienpreis Schauspiel des Migros-Kulturprozent, den Friedl-Wald-Studienpreis Schauspiel, den Förderfond der Fritz-Gerber-Stiftung, den Solopreis der Zürcher Hochschule der Künste, den Oprecht Preis für ausserordentliche Leistung am Intendatenvorspiel sowie den Solopreis am Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielschulen.

Karim Barras
Männliche Nebenrolle in «Quartier des banques»

Geboren und aufgewachsen in Genf, nahm Karim Barras nach seiner Schauspielausbildung am Institut National Supérieur des Arts du Spectacle (INSAS) in Brüssel an zahlreichen Theateraufführungen in Belgien, der Schweiz und Frankreich teil. Für seine Interpretation von Shakespeares Hamlet erhielt er 2013 in Belgien den Preis für den besten Schauspieler. 2014 spielte er in der RTS-Serie «A livre ouvert» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond. Ausserdem war er in der auf Arte und Netflix ausgestrahlten Serie «Au service de la France» zu sehen, sowie erst kürzlich an der Seite von Olivier Gourmet und Bouli Lanners in dem belgischen Spielfilm «Tueurs» von F. Troukens und J.-F. Hensgens.

Trickfilm-Wettbewerb

Der Trickfilm-Wettbewerb wird von der Schweizer Trickfilmgruppe (GSFA) kuratiert. SUISSIMAGE und SSA stiften drei Publikumspreise im Gesamtwert von CHF 10’000.– für die besten Animationsfilme. Die Preisverleihung findet im Rahmen der «Upcoming Award Night» statt.

Bisherige Preisträger

Filmprogramm

Sa 27.1. 14:30 Reithalle | Mo 29.1. 12:00 Kino Canva Blue

Airport Michaela Müller | CH / HR | ani 11'

Der kleine Vogel und die Raupe Lena von Döhren | CH | ani 4'

Living Like Heta Bianca Caderas, Isabella Luu, Kerstin Zemp | CH | ani 6'

59 secondes Mauro Carraro | CH/FR | ani 16'

In a Nutshell Fabio Friedli | CH | ani 6'

Ooze Kilian Vilim | CH | ani 5'

La femme canon David Toutevoix, Albertine Zullo | CH / FR / CA | ani 12'

La bataille de San Romano Georges Schwizgebel | CH | ani 2'

Intimity Elodie Dermange | CH | ani 5'

Vent de fête Marjolaine Perreten | CH / FR | ani 10'