Im «Panorama – Andere Erzählformen» präsentieren die Solothurner Filmtage audiovisuelle narrative Projekte, die jenseits der grossen Kinoleinwand die Gegenwart befragen und mit immersiven Technologien, interaktiven Strukturen und experimentellen Dramaturgien arbeiten.
Die diesjährig präsentierten Arbeiten beschäftigen sich mit Verflechtungen unserer Gegenwart, mit Krisen und Kontingenzen: mit den Auswirkungen der Klimakrise, dem Wandel von Lebensräumen und Traditionen, mit der Steuerung durch algorithmische Systeme, aber auch mit der Materialität neuer Medien und der Frage, wie Erzähltraditionen in interaktiven Formaten weiterentwickelt oder neu gedacht werden.
Was im Kino unsichtbar ist – das Medium selbst – rückt in diesen Projekten ins Zentrum. Technologie wird zur erzählerischen Akteurin, die Form und Inhalt neu miteinander verwebt. Sie veranlasst uns, über unsere Beziehung zu ihr nachzudenken und über die von ihr dargestellten und thematisierten physischen und virtuellen Räume. Sie vermag die Erde unter unseren Füssen zu bewegen wie ein Vulkan, fordert unsere Handlungsfähigkeit heraus und spielt ganz plastisch mit Dimensionen direkt vor unseren Augen.
Das «Panorama Schweiz» ist das Herzstück der Solothurner Filmtage und zeigt eine Auswahl aktueller Schweizer Produktionen.
Unter «Panorama Andere Erzählformen» werden eine Auswahl an filmischen Werken gezeigt, die nicht für die grosse Leinwand gemacht sind: audiovisuelle Narrative mittels Installationen, Virtual Reality und mehr.
Projekte
Freitag, 23.1. bis Sonntag 25.1. | Täglich von 10:00 – 18:00 im Atelier Uferbau
ESC – Interaktive Installation von Emma Grosu
The Siren – Audiovisuelle Virtual Reality von Mélanie Courtinat
Tschäggättä – Kurzfilm und Installation von Raphael Stäger
UnBubble – Installation mit persönlichem Smartphone von Thomas Gaudin
Vulcan – Hybride Virtual Reality von Théo Déchanez
What Lies Behind – Virtual Reality von Odran Jobin
Eintritt frei
Präsentiert von