20.1. –– 27.1.2021
Solothurner Filmtage
In Gedenken an Andres Pfaeffli
Die Solothurner Filmtage trauern um Andres Pfaeffli (r.)
Die Solothurner Filmtage trauern um Andres Pfaeffli (r.)

Während dreissig Jahren prägte der Tessiner Produzent Andres Pfaeffli gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerin Elda Guidinetti die unabhängige Filmproduktion des Südkantons und begleitete Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme von preisgekrönten Autorinnen und Autoren wie Pedro Costa, Lisandro Alfonso, Mimmo Calopresti, Michele Placido, Silvio Soldini, Philip Gröning, Martin Witz, Alina Marazzi, Fulvio Bernasconi, Erik Bernasconi oder Christoph Kühn.

Christoph Kühns Künstlerporträt «Paul Nizon – Der Nagel im Kopf» ist die letzte Produktion von Andres Pfaeffli und feierte an den 55. Solothurner Filmtagen in Solothurn Weltpremiere. Andres Pfaeffli konnte an ihr nicht mehr persönlich teilnehmen.

Mit «Gateways to New York» von Martin Witz hatte Ventura Film im Januar 2019 den «PRIX DU PUBLIC» der 54. Solothurner Filmtage gewonnen (Bild oben).

Die Soloturner Filmtage erinnern sich dankbar an einen mutigen, neugierigen und unermüdlichen Produzenten, Regisseur und Verleiher und sprechen Elda und Andres‘ Filmfamilie ihr tief empfundenes Beileid aus.

Andres Pfaefflis letzte Produktion «Paul Nizon: Der Nagel im Kopf» ist jetzt in den Deutschschweizer Kinos zu sehen
Christoph Kühn, Paul Nizon und Elda Guidinetti anlässlich der Weltpremiere von «Paul Nizon: Der Nagel im Kopf» an den 55. Solothurner Filmtagen.
Christoph Kühn, Paul Nizon und Elda Guidinetti anlässlich der Weltpremiere von «Paul Nizon: Der Nagel im Kopf» an den 55. Solothurner Filmtagen.

Seite Mitte der 1970er-Jahre lebt Paul Nizon an der Rue Simart 20 in Paris in einer engen Hinterhofwohnung. Sie ist eine Art Grenzstation, wo der Berner Schriftsteller fortwährend damit ringt, in seinem poetischen Leben als freier Schriftsteller anzukommen. Wortgewandt, voller Humor und Ironie gewährt der 90-Jährige dem Regisseur Christoph Kühn («Glauser», «Alfonsina») Einblick in seine Biografie und in sein Schaffen. Es entsteht das intime, facettenreiche Porträt eines grossen Literaten und scharfen Denkers, für den das Wagnis des Lebens und das Wagnis des Schreibens zu ein und demselben Kunstwerk verschmelzen.

«Paul Nizon: Der Nagel im Kopf» läuft seit 10. September in den Kinos der deutschsprachigen Schweiz.

Website des Films