24.1. –– 31.1.2019
Solothurner Filmtage
Aktuell
Hommage an Yves Yersin und Alexander J. Seiler

Die 54. Solothurner Filmtage nehmen mit Hommagen von den im November 2018 verstorbenen Filmemachern Alexander J. Seiler und Yves Yersin Abschied. Der kurze Experimentalfilm «In wechselndem Gefälle» von Alexander J. Seiler und Rob Gnant (1962), Seilers letzter Dokumentarfilm «Geysir und Goliath» (2010) und Yves Yersins Klassiker «Les petites fugues» (1979) werden von Weggefährten der beiden Gründerväter des Neuen Schweizer Films vorgestellt. 

Als Alexander J. Seiler seinen bahnbrechenden Dokumentarfilm «Siamo Italiani» 1966 an den 1. Solothurner Filmtagen zeigte, umfasste die Filmografie des damals knapp Vierzigjährigen auch mehrere Kurzfilme. «In wechselndem Gefälle» realisierte Seiler 1962 gemeinsam mit Rob Gnant hinter der Kamera und June Kovach am Schnittplatz und es war sein bisher grösster Erfolg. Der experimentelle Wasserfilm gewann 1963 die Goldene Palme von Cannes für den besten Kurzfilm. Im Jahre 2010 präsentierte Seiler mit «Geysir und Goliath», dem Porträt des Bildhauers Karl Geiser sein letztes Werk.  
Die Filme «In wechselndem Gefälle» und «Geysir und Goliath» werden am Dienstag, 29. Januar 2019 um 15:30 Uhr im Kino im Uferbau gezeigt. Die Hommage wird u.a. von Werner Swiss Schweizer begeleitet. 

Ländliche Chronik, Entwicklungsroman und poetisch-subversives Drama zugleich: Mit «Les petites fugues» realisierte Yves Yersin einen der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten. Die Geschichte des Knechts Pipe, der mit seinem Moped die Freiheit erkundet, setzt sogar die Schwerkraft ausser Gefecht. 
Zu den Weggefährtinnen und Weggefährten, die mit der Vorführung von «Les petites fugues» am Montag, 28. Januar 2019 um 13:00 Uhr im Kino im Uferbau von Yves Yersin Abschied nehmen werden, gehören u.a. Madeleine Fonjallaz, Robert Boner und sein ehemaliger Schüler Jean-Stéphane Bron.